Vererbungsprobleme
beim Australian Shepherd Der Australian Shepherd ist eine gesunde Rasse
verglichen mit anderen, aber er ist nicht ohne vererbare Probleme. Hüftgelenksdysplasie
und verschiedene Augendefekte sind die häufigsten Probleme dieser Rasse. Hüftgelenksdysplasie
(HD) findet sich in allen Hunderassen und ist im Grunde eine schlechte Entwicklung
des Hüftgelenks. Diese Krankheit ist nicht ausgelöst durch ein einzelnes
Paar von Genen. Es ist vielmehr "polygenetisch". Das bedeutet, daß
mehrere Paare von Genen für den Zustand und die Entwicklung des Hüftgelenks
verantwortlich ist. Dies widerrum macht die Krankheit schwer zu verstehen und
schwierig, die genetische Vererbung, die damit verbunden ist, zu begreifen. Man
hat herausgefunden, daß das Auftreten von HD gemindert werden kann durch
sorgfältige Auswahl der Zuchttiere. Australian Shepherd Züchter waren
die Führer bei der Kontrolle dieser Krankheit in der Rasse. Warum ist
HD so gefährlich? Lahmheit die variiert von leicht bis hin zu schwerem Hinken
kann vorkommen, üblicherweise im Alter zwischen 6 Monaten und einem Jahr
oder bei alten Hunden. Einige Hunde zeigen niemals diese Lahmheit obgleich sie
die Krankheit in sich tragen. Diese Hunde können laufen und springen, aber
sie vererben die Krankheit an ihre Nachzucht. HD kann durch eine Röntgenaufnahme
durch einen kompetenten Tierarzt diagnostiziert werden ab dem Alter von 2 Jahren.
Ausgewertet werden die Röntgenbilder des Haustierarztes allerdings von einem
FCI anerkannten Fachtierarzt! Gewissenhafte Züchter paaren keine Hunde an,
dessen HD Ergebnisse schlechter als HD Verdacht sind. Ein Tier, dessen Ergebnis
HD leicht, mittel oder schwer lautet, sollte nicht zur Zucht verwendet werden.
Der Aussie kann auch von Augenkrankheiten betroffen sein, die in der Schwere
der Erblichkeit unterschiedlich sind. Progressive Retina Atrophie (PRA) ist eine
sehr ernsthafte Krankheit, die durch ein rezessives Gen hervorgerufen wird. Das
endgültige Ergebniss ist eine komplette Erblindung. Wir wissen, dass betroffene
Hunde das Gen von beiden Elterntieren erben, also sind beide Elterntiere Träger.
Alle Nachkommen dieser Hunde werden die Krankeit haben oder zumindest Träger
sein. Die Krankheit kann erst später in einem Hundeleben auftreten. Dies
ist ein Grund für die jährliche Augenuntersuchung von Zuchttieren durch
einen Veterinär Ophtalmologen. Ein normaler Tierarzt kann die meisten Augenkrankheiten
nicht diagnostizieren. Eine andere Augenkrankheit beim Australian Shepherd
ist die Collie Eye Anomaly (CEA). Diese ist ebenfalls erblich. Auch hier untersucht
der Ophtalmologe die für die Zucht eingesetzten Hunde. Eine Erkrankung,
die auch ohne spezielles Equipment zu erkennen ist, ist die Iris Coloboma. Sie
tritt besonders bei blauen Augen auf. Die Erblichkeit dieser Krankheit ist noch
nicht festgestellt worden, obgleich sie bei Untersuchungen innerhalb von Familien
festgestellt wurde. In diesen Augen scheint sich die Pupille in der Iris auszubreiten,
oft mit einem ausgerissenen Rand. Der ASCA Standart schreibt für die Pupille
vor, daß sie gut defeniert und perfekt positioniert ist. Ist die Pupille
nicht perfekt rund und im Zentrum des Auges gelagert, ist das Auge nicht normal.
Die meisten Hunde mit Iris Coloboma benehmen sich normal und sind durch diesen
Defekt auch nicht behindert. Da es jedoch möglich ist, daß der Defekt
erblich ist, sollten die betroffenen Hunde nicht zur Zucht eingesetzt werden. Juvenile
Cataract (jugendlicher grauer Star) ist ein ernsthafter Defekt und führt
in den meisten Fällen zur Erblindung. Dies ist eine Erkrankung und unterscheidet
sich vom Alterskatarakt. Auch hier kann ein Ophtalmologe die Krankheit bereits
im Anfangsstudium erkennen. Man sieht, wie wichtig es ist nur Elterntiere
mit entsprechender HD- Auswertung und regelmäßiger Augenuntersuchung
zur Zucht zu verwenden. meine Quelle: Info Mappe
des ASCD |